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Photoshop vs. GIMP ist einer der ältesten Vergleiche in der Bildbearbeitung: hier der kostenpflichtige Branchenstandard von Adobe, dort die kostenlose Open-Source-Alternative. Ich habe beide Programme in den wichtigsten Kategorien gegenübergestellt, damit du siehst, wo die Unterschiede wirklich liegen – und wo GIMP inzwischen mithalten kann.
Photoshop vs. GIMP: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
Der größte Unterschied: Photoshop kostet ab 23,79 € im Monat und bringt KI-Funktionen, CMYK-Druckunterstützung sowie native RAW-Verarbeitung mit. GIMP ist komplett kostenlos und quelloffen, kommt bei professionellen Zusatzfunktionen wie Generativer Füllung oder Druckvorstufe aber an seine Grenzen. Für ambitionierte Hobbyfotografen ohne Budget ist GIMP eine ernsthafte Option, im professionellen und kommerziellen Umfeld führt kaum ein Weg an Photoshop vorbei.
Photoshop vs. GIMP im direkten Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Kriterien im direkten Vergleich:
| Kriterium | Photoshop | GIMP |
|---|---|---|
| Preis | ab 23,79 €/Monat im Foto-Abo (inkl. Lightroom), Einzelabo ab 25,99 €/Monat | kostenlos, keine Lizenzkosten |
| Lizenzmodell | Abo (Creative Cloud), keine Kaufversion mehr | Open Source (GPL), dauerhaft kostenlos nutzbar |
| KI-Funktionen | Generative Füllung, Generative Erweiterung, Neural Filters direkt integriert | keine native KI-Bildgenerierung, nur einzelne Plugins von Drittanbietern |
| CMYK für Druckvorstufe | nativ unterstützt | nicht praxistauglich, nur eingeschränkte Plugin-Lösungen |
| RAW-Verarbeitung | Camera Raw direkt integriert | nur über externe Plugins wie darktable oder RawTherapee |
| Nicht-destruktive Bearbeitung | Smart Objects und Einstellungsebenen durchgängig | seit GIMP 3.0 erste nicht-destruktive Filter, insgesamt noch eingeschränkter |
| Plattformen | Windows, macOS, iPad | Windows, macOS, Linux |
| Support | offizieller Adobe-Support | nur Community-Support (Foren, Dokumentation) |
| Lernkurve | viele Tutorials, etablierter Industriestandard | gewöhnungsbedürftige Oberfläche, kleinere Community |
Preis: Kostenlos gegen Abo
GIMP ist unter der GPL-Lizenz vollständig kostenlos – ohne Zeitlimit, ohne Funktionseinschränkung, ohne Werbung. Photoshop gibt es dagegen nur noch im Abo, aktuell ab 23,79 € im Monat im Jahres-Abo mit monatlicher Zahlung. Wer Photoshop dauerhaft nutzt, zahlt also spürbar drauf – dafür bekommt man auch regelmäßige Updates, Cloud-Speicher und Support direkt von Adobe.
KI-Funktionen: Der größte Photoshop-Vorteil
Hier trennt sich aktuell am deutlichsten die Spreu vom Weizen. Photoshop bietet mit Generativer Füllung, Generativer Erweiterung und den Neural Filters KI-Werkzeuge, die direkt ins Programm integriert sind und sich in Sekunden nutzen lassen – Objekte entfernen, Hintergründe erweitern, Himmel austauschen. GIMP hat keine vergleichbare native KI-Bildgenerierung. Es gibt einzelne Community-Plugins, die in Umfang und Bedienkomfort aber nicht an Adobes Lösung herankommen.
CMYK und Druckvorstufe
Wer professionell für den Druck produziert, kommt an Photoshop kaum vorbei: Es unterstützt CMYK nativ und ist damit direkt für die Druckvorstufe einsetzbar. GIMP arbeitet intern in RGB, eine vollwertige CMYK-Unterstützung fehlt bis heute. Es gibt Plugins wie Separate+, die aber weder Tiefenumfang-Kompensation (GCR/UCR) noch das Öffnen bestehender CMYK-Dateien sauber lösen. Für gelegentliche Druckprojekte mag das reichen, für professionelle Druckvorstufe nicht.
RAW-Verarbeitung
Photoshop bringt mit Camera Raw ein vollwertiges RAW-Modul direkt mit, das nahtlos in den Workflow integriert ist. GIMP kann RAW-Dateien nicht selbst öffnen, sondern ist auf externe Tools wie darktable, RawTherapee oder ART angewiesen, die als Plugin eingebunden werden. Das funktioniert inzwischen gut, ist aber ein zusätzlicher Schritt und fühlt sich nie ganz so integriert an wie in Photoshop.
Nicht-destruktive Bearbeitung und Smart Objects
Photoshop arbeitet durchgängig nicht-destruktiv: Einstellungsebenen, Smart Objects und Smart Filter lassen sich jederzeit nachträglich anpassen, ohne das Ausgangsbild zu verändern. GIMP hat mit Version 3.0 erste nicht-destruktive Filter eingeführt – ein wichtiger Schritt, der aber noch nicht an die Tiefe und Flexibilität von Photoshops System heranreicht.
Für wen lohnt sich GIMP, für wen Photoshop?
- GIMP: ideal für Einsteiger, Hobbyfotografen und alle, die grundlegende Bildbearbeitung ohne Budget brauchen und auf KI-Funktionen sowie CMYK verzichten können.
- Photoshop-Einzelabo: sinnvoll für alle, die regelmäßig mit KI-Werkzeugen, Ebenen und professionellen Filtern arbeiten, aber kein Lightroom brauchen.
- Foto-Abo (Photoshop + Lightroom): für Fotografen, die zusätzlich RAW-Verwaltung und -Entwicklung brauchen, ist das Foto-Abo oft die günstigere Gesamtlösung als Photoshop einzeln.
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Häufige Fragen
Ist GIMP genauso gut wie Photoshop?
Für grundlegende Bildbearbeitung wie Zuschneiden, Retusche oder einfache Montagen kommt GIMP nah an Photoshop heran. Bei KI-Funktionen, CMYK-Druckvorstufe und nicht-destruktiver Bearbeitung hat Photoshop aber weiterhin klare Vorteile.
Kann GIMP PSD-Dateien öffnen?
Ja, GIMP kann PSD-Dateien öffnen und Ebenenstrukturen dabei meist gut erhalten. Bei komplexen Smart Objects, Einstellungsebenen oder speziellen Ebenenstilen kann es aber zu Kompatibilitätsproblemen kommen.
Unterstützt GIMP RAW-Dateien?
Nicht direkt. GIMP benötigt dafür ein externes Plugin wie darktable, RawTherapee oder ART, das die RAW-Entwicklung übernimmt, bevor das Bild in GIMP weiterbearbeitet wird.
Gibt es eine kostenlose Photoshop-Alternative von Adobe selbst?
Direkt von Adobe nicht als Vollversion, aber mit Photoshop Express gibt es eine kostenlose, stark vereinfachte App für schnelle Korrekturen. Für den vollen Funktionsumfang bleibt nur das Abo oder eben eine Drittanbieter-Lösung wie GIMP.
Kann ich von GIMP zu Photoshop wechseln, ohne meine Dateien zu verlieren?
Ja. GIMPs natives Format XCF lässt sich zwar nicht direkt in Photoshop öffnen, aber alle gängigen Exportformate (PSD, TIFF, PNG, JPEG) werden von beiden Programmen unterstützt, sodass ein Wechsel unproblematisch ist.
Mehr zum Thema Kosten findest du in unserem Artikel zum Photoshop Preis und im Creative-Cloud-Preisvergleich. Welche neuen Funktionen die aktuelle Version mitbringt, liest du in unserem Überblick zu Photoshop 2026. Und wenn du deinen Photoshop-Workflow noch weiter beschleunigen willst, wirf einen Blick auf unsere Photoshop-Plugins. Da sich Preise und Funktionsumfang bei beiden Programmen immer wieder ändern können, halte ich diesen Vergleich aktuell.