Wie du nachts richtig fokussierst | pixelsucht.net

Nachts auf ein bestimmtes Motiv zu fokussieren bereitet vielen Probleme. Kaum vorhandenes Licht und der geringe Kontrast zwingen den Autofokus in die Knie.

Doch es gibt einige Tipps und Kniffe wie man das Problem in die Hand bekommt:

Ich unterscheide zwischen 3 Methoden. Sternfotografie, Fotografie von näheren Objekten (z.B. Auto, Ruine, Berg usw.) und Möglichkeiten welche für beide genannten Methoden funktionieren.

Nähere Objekte:

MIT DEM AUTOFOKUS EIN HELLES OBJEKT FOKUSSIEREN

Versuche ein helles Objekt (z.B. Lampe, Auto, usw.) zu fokussieren. Dabei sollte dieses Objekt dem Abstand deines zu fotografierenden Motivs entsprechen.

Sobald der Autofokus seine Arbeit getan hat, schalte ihn aus. Danach kannst du dein Foto schießen.

Achtung! Verändere die Brennweite nach dem Fokussieren nicht. Nur sehr wenige Objektive sind parfokal (wo die eingestellte Schärfentiefe nach Verändern der Brennweite gleich bleibt). Willst du herausfinden ob deine Optik parfokal ist, führst du am besten einen Test durch. Sollte dies der Fall sein, kannst du auch noch nach dem Fokussieren zoomen.

Natürlich funktioniert dieser Tipp nur, wenn ein helles Objekt vorhanden ist UND dein Motiv den gleichen Abstand hat.

LICHTQUELLE SELBST ERZEUGEN

Falls die Dunkelheit kein Fokussieren zulässt, kannst du selbst eine Lichtquelle erzeugen. Dabei kannst du z.B. mit einer Lampe dein Motiv anstrahlen. Den Rest erledigt dann der Autofokus.

Vorraussetzung ist natürlich, dass deine Lampe stark genug ist um das Motiv zu erreichen. Weiters kannst du z.B. auch deine Lampe (kann auch dein Handy sein) direkt am Motiv platzieren.

Sternfotografie:

UNENDLICH-MARKIERUNG AUF DEM OBJEKTIV NUTZEN

Dass das Objektiv überhaupt diese Markierung hat, ist natürlich Vorraussetzung. Sollte dies der Fall sein, ist diese Technik die einfachste. Du kannst also den Autofokus deaktivieren und den Ring manuell auf die Markierung drehen (Das Symbol für unendlich ist ∞)

Ein weiterer Tipp: Da du vom Stativ fotografierst, ist es empfehlenswert den Bildstabilisator auszuschalten (natürlich nur wenn dein Objektiv einen besitzt).

SELBST EINE UNENDLICH-MARKIERUNG EINZEICHNEN

Wenn dein Objektiv keine Unendlich-Markierung (\infty) besitzt, fokussiere am Tag auf ein sehr weit entferntes Motiv (z.B. Wolken).

Zeichne dir dann mit einem dünnen Stift eine Markierung auf den Ring und auf das feste Teil des Objektivs. Jetzt hast du deine Unendlich-Markierung. Für immer.

Auf jeden Fall die beste Lösung für all jene, die keine Unendlich-Markierung auf dem Objektiv eingezeichnet haben.

Gültig für Sternfotografie UND nähere Objekte

KOMPLETT MANUELL FOKUSSIEREN

Sozusagen die Königsdisziplin. Meist eignet sich die Live-View besser als der Sucher. Dabei vergrößerst du die Ansicht der Live-View. Danach kannst du über die Live-View dein Motiv manuell fokussieren.

Für diesen Tipp ist ein helles Motiv notwendig, damit du auf dem Display überhaupt etwas erkennst. Willst du Sterne fotografieren, suche dir den hellsten Stern aus. Vergiss nicht vorher den Autofokus auszuschalten.

Ein wenig Übung ist nötig. Oft braucht es auch ein bisschen Glück. Funktioniert es nicht beim ersten Mal verändere nochmals die Brennweite minimal.

Ach übrigens: Gewöhne deine Augen an die Dunkelheit! Selbst ein Blick auf das Display verengt deine Pupillen (Woher kennen wir das? Natürlich – selbes Prinzip wie bei der Blende). Deshalb schau Mal für einige Minuten dumm durch die dunkle Gegend 🙂 .

Die Essenz, kürz und bündig:

Es gibt mehrere Möglichkeiten nachts korrekt zu fokussieren. Diese sind: Mit dem Autofokus ein helles Objekt fokussieren, eine Lichtquelle selbst erzeugen, die Unendlich-Markierung auf dem Objektiv nutzen, selbst eine Unendlich-Markierung einzeichnen und komplett manuell zu fokussieren. Je nach Bedarf eignet sich eine Methode besser als eine andere.

Mit welcher Methode hast du gute Erfahrungen?

Hast du vielleicht sogar einen weiteren guten Tipp?


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